Hundeschule Wolf und Co
Hundeschule Wolf und Co

Wissenswertes zum Hundefutter

Wir verwenden und empfehlen Futtermittel der Firma Reico. Und dafür gibt es eine Menge guter Gründe, auf die wir später noch eingehen werden. Klar… es ist eine ganze Menge Text durch den Sie sich hier durch beissen müssen.

 

Nehmen Sie sich die paar Minuten! Ihr  Hund wird es Ihnen danken!

 

Zunächst einmal möchten wir Ihnen Reico näher vorstellen.

 

Die Reico&Partner Vertriebs GmbH

 

ist ein im Allgäu ansässiges Familienunternehmen, das 1992 vom Tierheilpraktiker Konrad Reiber gegründet wurde. Heute trägt mit seinen Töchtern Manuela Kunz und Petra Reiber bereits die nächste Generation Verantwortung im Unternehmen. Das Unternehmen ist auf eine langfristig erfolgreiche Zukunft ausgelegt. Die Summe aus mehr als 30 Jahren Erfahrung im Vertrieb für Tiernahrung und über 40-jähriger Entwicklungserfahrung im Unternehmen, bei Produzenten und Lieferanten stellt das Wissenspotential des Unternehmens dar.

 

Eine wichtige Kernkompetenz steckt unter anderem in einem einzigartigen Herstellungsverfahren, bei dem hochwertige Kräuter besonders schonend mikronisiert werden und dadurch die Inhaltsstoffe vollständig und wirksam erhalten bleiben. Alle Produzenten der qualitativ hochwertigen Produkte für Boden, Pflanze, Tier und Mensch sind zuverlässige Partner, die wie das Unternehmen großen Wert auf gleichbleibend hohe Qualität legen. In enger Abstimmung mit den Produzenten werden alle Produkte ständig nach neuesten Erkenntnissen weiterentwickelt.

 

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Hunde sind, wie sein Vorfahre der Wolf, überwiegend Fleischfresser. Auch wenn sich der Hund infolge der langen Domestikation und Züchtung äußerlich sehr stark vom Wolf unterscheidet, so trifft das nicht auf die Anatomie der Verdauungsorgane zu! Und auch die Funktionsweise des Stoffwechsels ist kaum verändert. Deswegen ist ein hoher Fleischgehalt im Futter sehr wichtig!

 

In der Werbung für Hundefutter wird deswegen immer gerne mit dem Fleischgehalt geworben. Doch wie bindend sind diese Angaben eigentlich und inwieweit kann man diesen Versprechungen Glauben schenken?

 

Aus Erfahrung wissen wir, dass sehr viele Hundehalter leider den Angaben vertrauen, die in der Werbung gemacht werden. Diese sind jedoch tatsächlich überhaupt nicht bindend!

Teilweise wird auf der Verpackung und in der Werbung etwas behauptet, was einer genaueren Überprüfung bei weitem nicht standhält. Die Aussagen sind zwar legitim (der Gesetzgeber ist sehr großzügig in der Hinsicht) aber sie sind irreführend. Sie gaukeln etwas vor, was nicht der Wahrheit entspricht.

 

Selbst die Futtermitteldeklarationen sind davon nicht ausgenommen und es wird auch hier  im Rahmen der legitimen Möglichkeiten gerne, geschickt und ausgiebig getrickst. Man muss das Vokabular der Futtermittel-Deklarationen schon sehr genau kennen, um diesem (legalen) Schwindel nicht auf den Leim zu gehen.

 

Hier ein paar Beispiele :

 

Was meinen Sie wie viel Fleisch enthalten ist, wenn in der Deklaration steht ?

80% Hähnchenfrischfleisch

 

Nun… in der Sprache der Futtermittel-Deklaration bedeutet das nicht, dass der Hersteller frischere Zutaten verwendet als andere, sondern es bedeutet simpel, dass der Fleischgehalt in Feuchtsubstanz, also vor Trocknung angegeben wurde. Bei der Trocknung verliert Fleisch jedoch ca 75% seines Gewichts. Flink nachgerechnet ergeben sich also nur ca 20% Fleischgehalt. In der Werbung wird aber mit den 80 % Fleischgehalt argumentiert. Das ist erlaubt, aber es ist irreführend, weil es kaum jemand weiß. Und genau darauf wird auch spekuliert seitens der Hersteller. Seien Sie ehrlich… Hätten Sie es gewusst ?

 

Zweites Beispiel :

 

Geflügelfleischmehl (20% vom Huhn und 20% von der Pute)

 

Also 40 % Fleischanteil ? Leider nicht! Klären wir auf : Die Prozentangaben in der Klammer geben nur Auskunft darüber, wie sich die Zutat vor der Klammer zusammensetzt. Es kann also sein, dass sich nur 4% Geflügelfleischmehl in dem Futter befinden, was sich zu je 20% aus Huhn und Pute zusammensetzt. Der Hersteller macht keine Angaben über den Anteil der Zutat im Futter sondern nur über die Zusammensetzung der Zutat vor der Klammer. Und auch hier die Frage : Hätten Sie es wirklich gewusst ?

 

Kurz erwähnt sei noch: Geflügelfleischmehl ist getrocknetes und gemahlenes Fleisch vom Geflügel, während unter der Bezeichnung Geflügelmehl  auch alle Abfälle wie Schnäbel, Krallen, Gedärme und Gefieder verarbeitet werden dürfen. Liest sich fast gleich, ist aber ein gewaltiger Unterschied.

 

Drittes Beispiel:

 

100% aus frischem Fleisch

 

Das bedeutet nicht, dass der Fleischgehalt 100% beträgt, sondern das verwendete Fleisch nicht benannter Menge ist frisch. Tatsächlich können 4% Fleisch im Futter sein, die eben frisch sind. Aber das sollte wohl auch selbstverständlich sein...

 

Wir möchten Sie nicht länger mit weiteren Beispielen langweilen, obwohl es da noch etliche gibt. Beliebt ist auch zB eine fleischhaltige Zutat zwar an den Beginn der Deklaration zu stellen (was vorne steht ist am meisten enthalten), aber ohne  Angabe der Menge und dahinter folgen zig Getreidesorten. Machen die alle nur 9% des Futters aus, schafft man es so, dass Fleisch ganz vorne steht obwohl  90% des Futters aus kohlehydrathaltiger Kost besteht, die für den Hund in der Menge ungesund ist.

Bei vielen Futtermitteln sucht man ohnehin vergeblich nach verbindlichen Mengenangaben. Das sollte Euch ebenfalls sofort misstrauisch machen. Denn jeder Hersteller wird den  Fleischgehalt im Futter gerne auf die Verpackung drucken, wenn dieser eine Größenordnung hat, die Ehrlichkeit und Offenheit vorteilhaft machen. Macht er ein Geheimnis daraus, mahnt das zur Vorsicht! Vorgeschrieben sind nur 4% Fleischgehalt.

In vielen Futtermitteln ist auch beispielsweise versteckt Zucker enthalten. In der Deklaration steht dann Milch- und Molkereiprodukte, Süßkartoffeln, Rübentrockenschnitzel zB. Aber fast niemand weiß das!

 

Wie gesagt…Der Beispiele gibt es viele. Aber es würde wirklich zu weit führen sie an dieser Stelle alle aufzuzählen.

 

Fakt ist: Um die Futtermitteldeklarationen wirklich verstehen (und durchschauen) zu können, muss man sich sehr eingehend damit beschäftigt haben.

 

In dem Zusammenhang ist interessant, dass eine wirklich gute Beratung selbst in Tierfachmärkten eher die Ausnahme darstellt. Eine Aussage, welche ich auf Basis eigener Erfahrungen mache. Es hat mich interessiert, was eigentlich passiert, wenn man dort nach einem Futter mit hohem Fleischgehalt fragt. Die Ergebnisse waren wirklich haarsträubend! Mir wurden Futtersorten empfohlen, die entweder leider nur einen sehr geringen Fleischgehalt ausgewiesen haben, oder vorsichtshalber auf Mengenangaben ganz und gar verzichteten. Am meisten hat mich jedoch folgendes entsetzt: Wenn ich den “Fachkräften” den wahren Fleischgehalt vorrechnete, dann löste das meist viel eher Ratlosigkeit als Verlegenheit aus. Sie wissen es einfach nicht besser! Sichtliches Unbehagen verursachten ganz gezielte Nachfragen. Antworten wie “das weiß ich jetzt auch nicht so genau” zeugen nicht gerade von  Fachwissen.  In vielen Fällen zogen sie einen Kollegen zu Rate. Die hatten dann manchmal etwas mehr Kenntnis, oft aber auch nicht. Eine gute Beratung scheint offensichtlich eher die Ausnahme als die Regel zu sein, genau wie wirklich gutes Hundefertigfutter.

 

Merkwürdig erscheint auch, dass die Stiftung Warentest bei jedem Hundefuttertest die Sorten der Discounter sehr gut bewertet.

 

An erster Stelle der Deklaration (und somit am meisten enthalten) eines sehr bekannten Discounters steht Getreide. Kann es gut sein ein Raubtier, dessen gesamte Verdauungsorgane darauf ausgelegt sind hauptsächlich Fleisch zu verdauen, überwiegend mit Getreide zu ernähren? Wir glauben nein.

Genauso wie wir der Ansicht sind, dass tierische und pflanzliche Nebenprodukte ohne nähere Kennzeichnung nichts im Hundefutter verloren haben.  Tierische Nebenprodukte sind Schlachtabfälle, bestenfalls Innereien, aber auch Fell, Hufe, Haut, Gefieder, Drüsensekrete, Tiermehl, Fruchtblasen,  Embryonen, Hoden, abgelaufenes oder überlagertes Fleisch, Fischabfälle und vieles mehr. Pflanzliche Nebenerzeugnisse können sein Sägemehl, Stroh, Erdnussschalen, Abfälle aus der Landwirtschaft etc. Dafür ein “Sehr gut” ? Herzlichen Glückwunsch…

 

Um ehrlich zu sein, habe auch ich mir früher um all diese Dinge wenig Gedanken gemacht. Aber irgendwann habe ich gelesen, dass unsere Hunde heute, trotz besserer tierärztlicher Versorgung, eine geringere Lebenserwartung haben als früher. Und in dieser Untersuchung wurde die These vertreten, dass die sinkende Lebenserwartung der Hunde ernährungsbedingt ist. Es wurde ein Zusammenhang hergestellt mit der Einführung von Hundefertigfutter vor ca 60 Jahren.

 

Georges Cuvier, einer der Begründer der modernen Zoologie notierte 1831: „Der Hund ist alt mit fünfzehn Jahren und überlebt nicht leicht zwanzig.“

 

Der älteste, wichtigste und größte Rassehundeverband der Welt, der britische „The Kennel Club“ hat Ende Februar 2016 seinen Bericht über die Gesundheit der Rassehunde veröffentlicht. Er basiert auf den Zahlen für 2014 und ist der zweite nach 2004. Demnach hat hat die durchschnittliche Lebenserwartung der Rassehunde um 11% abgenommen.

Es ist erstaunlich, oder? Mit ziemlicher Sicherheit kann man davon ausgehen, dass unsere Hunde heute durch Impfungen viel besser gegen Krankheiten geschützt sind und insgesamt tierärztlich besser versorgt sind, als dies früher der Fall war. Trotzdem werden sie offenkundig viel weniger alt.

 

Wenn man bedenkt, dass falsche Ernährung zahlreiche Krankheiten bewirken kann, wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Skelett-Erkrankungen, Allergien und viele mehr so wird es einerseits klarer, warum unsere Hunde heute offenbar weniger lange leben als früher, und andererseits warum es so wichtig ist das Thema Ernährung nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

 

Ganz sicher ist das Bewußtsein dafür bei den Hundehaltern stark gestiegen in den letzten Jahren. Es zeigt sich auch daran, dass viele Hundehalter dazu übergegangen sind ihre Hunde zu “barfen”. Eine sehr gute Form der Ernährung, wenn es richtig gemacht wird! Leider geschieht das nicht immer. Es ist auch gar nicht so einfach, oder wissen Sie ganz genau über den Nährstoffbedarf Ihres Hundes Bescheid? Glauben Sie mir: Das ist noch aufwändiger und schwieriger als sich in das Vokabular der Hundefutter-Deklarationen einzuarbeiten. Natürlich können Sie ihrem Barf-Shop vertrauen. Aber nachprüfbar ob Sie dort tatsächlich das Optimum für Ihren Hund erhalten, ist in der Praxis schwierig. Wissen Sie eigentlich welche Qualifikation man benötigt um einen Barf-Shop zu eröffnen?

Dazu informiert die Tierarztpraxis Hanau auf ihrer Internetseite:

 

Die unterschiedlichen Varianten dieser Fütterungsmethode werden rege unter den BARF-Anhängern in Internet‐Foren ausgetauscht und immer mehr Hersteller und Online‐Shops betatigen sich in diesem recht neuen Tierfuttermarkt. Dabei sind die gesetzlichen Regelungen für die Herstellung von Rohfutter oftmals nicht oder nur unzureichend bekannt. Denn ohne behördliche Genehmigung darf auch der überzeugte „Barfer“ kein Hunde‐ oder Katzenfutter aus tierischen Bestandteilen für andere Tierhalter herstellen. Vielmehr bedarf es dafür ‐ unabhängig von der Herstellungsmenge ‐ neben der behördlichen Registrierung als Futtermittelunternehmen auch einer veterinärrechtlichen Zulassung als Heimtierfutterbetrieb. Von dieser generellen Zulassungspflicht ausgenommen ist die unmittelbare Abgabe von rohem Tierfutter aus dem Lebensmitteleinzelhandel, z.B. aus einer Metzgerei, an den Verbraucher. Die Erteilung der veterinärrechtlichen Zulassung ist an die Einhaltung bestimmter Hygienestandards gebunden, damit die Herstellung eines sicheren Tierfutters gewährleistet werden kann. Denn gerade bei Rohfutter darf die Gefahr einer mikrobiellen Kontamination nicht unterschätzt werden, die auch bei Hunden und Katzen zu ernsthaften Erkrankungen führen kann.

 

Das Regierungspräsidium Darmstadt empfiehlt allen Hunde‐ und Katzenhaltern, die solches Futter beziehen möchten, sich bei den jeweiligen Lieferanten versichern zu lassen, dass das Futter aus behördlich zugelassenen Betrieben stammt. Da die Zusammenstellung einer bedarfsgerechten Futterration recht anspruchsvoll sein kann, sollten sich darin unerfahrene Tierhalter vorab auch immer von Ihrem Haustierarzt beraten lassen. Im Falle einer falschen Futterzusammenstellung konnen den Tieren ansonsten ernste Mangelerscheinungen drohen.

 

Im Klartext heisst das: Man muss behördlicherseits zwar Hygienevorschriften einhalten, aber das ist auch schon alles. Man muss keine auf den Hund bezogene ernährungs-physiologischen Kenntnisse vorweisen.

 

Wir haben lange und intensiv nach einem hochwertigen Hundefertigfutter gesucht, welches die Ernährungsbedürfnisse des Hundes voll abdeckt. Dabei sind wir vor einigen Jahren “über Reico gestolpert” und dabei geblieben, weil es uns voll und ganz überzeugt. Unsere Hunde haben ein tolles, glänzendes Fell ohne Schuppen, machen nur wenige, kleine, feste Häufchen. Sie sind schlank und rank und sehr agil wie man auf den Clips sehen kann. Und sie fressen das Futter sehr, sehr gerne! Sie fressen das Futter so gerne, dass wir es auch als Leckerli verwenden, statt irgendein getreidehaltiges “Zeug”.

 

 


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